Von Core-Vent (1982) zu Tapered Screw-Vent, Advent und SwissPlus (2001)
Dr. Niznicks Patente für Zahnimplantate (1982-2001)
Dr. Gerald Niznick, Gründer von Implant Direct und Erfinder des Spectra-Systems mit "anwendungsspezifischen" Implantaten, schaut auf eine 25 Jahre andauernde Geschichte von Innovationen in der Dentalimplantologie zurück.
Dr. Niznick, der im Barron's Magazine (14.2.2005) als "Godfather of American Implant Dentistry" bezeichnet wurde, hat stets Wert darauf gelegt, qualitativ hochwertige, innovative Zahnimplantate zu kostengünstigen Preisen anzubieten.
Die Geschichte nimmt ihren Anfang 1982, als Gerald A. Niznick, DDS, MSD, die Core-Vent Corporation gründete und das Core-Vent® Implantat [Abb. 1] auf den Markt brachte, ein Implantatdesign mit Hohlkörper und externen Gewinden. Das Implantat bestand aus einer Titanlegierung medizinischen Grades mit sandgestrahlter Oberfläche. Sein innerer Sechskant ermöglichte zunächst das Einsetzen des Implantats und diente anschließend als Fassung für eine Vielzahl zementierter Abutments. Der Implantatkörper wurde in drei Durchmessern angeboten (3,5 mm, 4,5 mm und 5,5 mm) und wies drei Gewinde auf, die um weitere 0,8 mm aus dem Implantatkörper ragten. Die Core-Vent Implantate waren mit ihrem weiten Durchmesser anderen bedeutenden Implantatherstellern um zehn Jahre voraus und zeigten sich für Sofortversorgungen als bestens geeignet. Core-Vent war das erste System, das eine Vielzahl von Möglichkeiten für Abutments bot, sowie das erste System, bei dem freistehende Implantate zur Verankerung von Konuspfeilern eingesetzt wurden (Niznick GA: J Oral Implantol 1982;10[3]:2-39).
Entstehung der Screw-Vent- und der konkurrierenden Implantate mit innerer Verbindung: Von 1986 bis 2000 wurde kontinuierlich an der Weiterentwicklung des Screw-Vent Implantats gearbeitet (Abb. 3). Zunächst wurde es in kommerziell reinem Grad-1-Titan gefertigt, heute hingegen besteht es aus einer Titanlegierung. Die Auswahl an Durchmessern und Oberflächen für Screw-Vent wurde ebenfalls erweitert. 2000 entwickelte sich das Implantat dann zum Tapered Screw-Vent mit Gewinden mit dreifacher Gewindesteigung. Das neue Design sorgt für ein vereinfachtes Einsetzen des Implantats und erhöht die anfängliche Stabilität im Weichknochen dank eines patentierten chirurgischen Protokolls, das den Einsatz eines konischen Implantats in eine gerade Fassung vorsieht.
1987 Micro-Vent Implantat: Um die Voraussetzungen für Implantate mit geringem Durchmesser zu schaffen, führte Dr. Niznick das Micro-Vent® Implantat mit einem Durchmesser von 3,25 mm ein. [Abb. 1]. Das Micro-Vent Implantat verfügt über vorstehende Ränder für das Einwachsen von Knochen sowie über drei apikale Gewinde. Dieses Design ermöglicht ein einzigartiges chirurgisches Einrast-/Einschraub-Protokoll beim Einsetzen in porösen Kiefernknochen. Micro-Vent war das erste im Handel erhältliche, HA-beschichtete Implantat mit Gewinde. Darüber hinaus führte Dr. Niznick noch im selben Jahr das Swede-Ventâ Implantat mit Außensechskant ein, ein Nachbau des Branemark Implantats, jedoch mit säuregeätzter Oberfläche.
1989 Bio-Vent Implantat: Dr. Niznick brachte Bio-Vent® auf den Markt, ein HA-beschichtetes Zylinderimplantat [Abb. 1]. Patentierte, vertikal verlaufende Rillen kamen neben apikalen Entlüftungen zum Einsatz, um die Implantation zu erleichtern und das Einwachsen von Knochen zur Rotationsvermeidung zu fördern.
1990-1991 Einbringhalterung im Paket und VA-Studie zum Spectra-System: 1990 wurden sämtliche Implantate der Systeme Core-Vent, Screw-Vent, Micro-Vent und Bio-Vent mit der inneren Verbindung mit Sechskant und Gewinde ausgestattet und zusammen mit einer Einbringhalterung aus Titan in einem neuen sterilen Komplettpaket zusammengefasst. Die Philosophien unserer vier Implantatdesigns wurden in einem Protokoll zur Implantatauswahl je nach Knochenqualität und Lokalisation zusammengefasst. Diese Implantate wurden anschließend als Spectra-System® neu auf den Markt gebracht.
1991 initiierte das US-Kriegsveteranenministerium eine zukunftsweisende, multizentrische Studie, um den Einfluss von Implantatdesign und Knochenlokalisierung auf den Implantaterfolg zu bestimmen. Aufgrund seiner zahlreichen Variationsmöglichkeiten im Hinblick auf Design, Material und Oberfläche wurde das Spectra-System für die Studie ausgewählt. In die V.A.-Studie waren mehr als 800 Patienten und über 100 Forscher an 30 V.A.-Medical Centern sowie zwei zahnmedizinische Fakultäten involviert. Insgesamt wurden 2795 Spectra-System Implantate platziert. Auf der Grundlage der Ergebnisse dieser Studie wurden Design, Material, Oberfläche sowie das chirurgische Protokoll des Screw-Vent Implantats im Anschluss modifiziert, um die unterschiedlichen Anforderungen von Hart- und Weichknochen besser zu erfüllen.
1991-1997 Die Zeit mit Dentsply als Vertriebspartner und danach: Von Mai 1991 bis April 1997 wurde Dentsply International von Dr. Niznick zum alleinigen Vertriebspartner für die Produkte der Core-Vent Corporation bestimmt. Über das Unternehmen Core-Vent Bio-Engineering wurden diese Produkte von Dr. Gerald Niznick kontinuierlich weiterentwickelt. 1992 erfand Dr. Niznick die Friction-Fit-Verbindung (eine Verbindung durch Haftreibung) zwischen dem Abutment und dem Innensechskant des Implantats durch konische Formung des Sechskants an der Patrize des Abutment. 1995 wurde dieses Konzept der Rotations- und Kippfreiheit auch für Außensechskantverbindungen ausgeweitet; hierfür wurde der Außensechskant des Swede-Vent Implantats konisch geformt. Dieses Design namens Swede-Vent TL bestand aus kaltverfestigtem kommerziell reinem Titan Grad 4 für ein Höchstmaß an Festigkeit.
Nach Aufkündigung der Vertriebspartnerschaft der Core-Vent Produktlinie mit Dentsply International gründete Dr. Niznick die Paragon Implant Company, die als alleiniger Vertriebspartner fungieren sollte. Seitdem wurden vonseiten der Paragon Implant Company und Core-Vent Bio-Engineering eine Vielzahl innovativer Produkte von Dr. Niznick auf den Markt gebracht. Im selben Jahr folgte die Markteinführung der 3,3mmD und 4,7mmD Swede-Vent TL Implantate mit äußerem Sechskant. In Kombination mit dem 4,0mmD Swede-Vent TL bot die erweiterte Produktlinie eine gemeinsame 4,1mmD Plattform mit dem patentierten äußeren konischen Sechskant und wurde als das Taper-Lock? Implantatsystem neu eingeführt. Heute wird die Taper-Lock Linie mit SBM-gestrahlten und HA-beschichteten Oberflächen angeboten. Darüber hinaus lancierte Paragon 1997 ein Set aus einzeitigen Einheilkappen für Implantate mit innerem und äußerem Sechskant. Dieses Implantat im Set war bereits in den vergangenen drei Jahren entwickelt und getestet worden, seine Markteinführung wurde durch Denstply jedoch nie vollzogen.
1998 brachte Dr. Niznick ein weiteres einzeitiges Design auf den Markt das Complete Implantat. Es konnte bei verschraubten Versorgungen sowohl als Implantat als auch als Abutment verwendet werden. Im selben Jahr wurde der Körper des Micro-Vent Implantats in ein Konusdesign mit einer neuen patentierten Oberflächenbehandlung modifiziert. Diese als Dual Transition Selective Surface [Abb. 1] bezeichnete Oberfläche weist zwischen dem glatten Hals und dem HA-beschichteten Körper einen gestrahlten Bereich auf. Das apikale Ende blieb unbeschichtet, um das Einsetzen mit Selbstschneidefunktion zu erleichtern. Das neue Implantat wurde unter dem Namen Micro-Vent2? eingeführt.
1999 entstand unter Dr. Niznick das AdVent Implantat, das für ein- oder zweizeitige Operationen zusammen mit einem Implantat Extender geliefert wird. Dieses Design verband die Vorteile des Einheilkappen-Sets mit denen des Complete Implantatsystems, welche durch das neue Design ersetzt wurden. Advent verfügt über die Vorteile, die sich aus einem konischen Körper und aus Gewinden mit dreifacher Gewindesteigung ergeben. Im Zusammenspiel ermöglichen diese Merkmale ein rascheres Einsetzen sowie eine Expansion des Weichknochens für eine höhere anfängliche Stabilität.
2000 wurden die vorteilhaften Eigenschaften von AdVent (Konuskörper und Gewinde mit dreifacher Gewindesteigung) in das Design des zweizeitigen Tapered Screw-Vent Implantats integriert. Darüber hinaus wurde durch die Einführung des 6mmD Tapered Screw-Vent die Vielseitigkeit von Paragons beliebtestem Implantat noch einmal erweitert. Dank des Konuskörpers ist eine Implantatlösung mit 3,3 mm Durchmesser nicht mehr erforderlich. Das schmale Ende des 3,7mmD Tapered Screw-Vent kann das Einsetzen in eine Fassung einleiten, welche zuvor mit dem 2,8mmD Bohrer vorbereitet wurde, der wiederum als finaler Bohrer für das gerade, 3,3mmD Screw-Vent verwendet wird. Die für das konische Micro-Vent2 Implantat entwickelte Dual Transition Selective Surface kam nun auch bei Paragons Spitzen-Implantatsystemen AdVent und Tapered Screw-Vent zum Einsatz.
Die Gewinde mit dreifacher Gewindesteigung am Körper des Tapered Screw-Vent ermöglichen ein ebenso schnelles und problemloses Einsetzen wie das Einrast-/Einschraub-Protokoll für die Micro-Vent und die Micro-Vent2 Implantate, die über eine einzigartige Kombination aus vorstehenden Rändern und apikalen Gewinden verfügen. Außerdem sorgt der vollständig mit Gewinde versehene Körper des Tapered Screw-Vent für eine verbesserte anfängliche Stabilität, die bei Abformungen mit Abdruckpfosten unter Einsatz der neuen Einbringhalterung/Abdruckpfosten/Provisoriums-Abutments, mit denen die Screw-Vent, Micro-Vent und Taper-Lock Implantate seit 1999 ausgestattet sind, erstrebenswert ist. Aus diesen Gründen wird das Tapered Screw-Vent das konische Micro-Vent2 möglicherweise ersetzen. Das chirurgische Protokoll für die AdVent und Tapered Screw-Vent Implantate ermöglicht die Implementierung eines patentierten, 1996 von Dr. Niznick entwickelten chirurgischen Protokolls. Dieses Protokoll sieht vor, dass der Weichknochen durch Einsetzen des konischen Implantatkörpers in eine durch einen geraden Bohrer vorbereitete Fassung expandiert wird. Im Gegensatz zu sonstigen konischen Implantaten, die einen passenden konischen Bohrer verwenden, lässt sich hier derselbe Bohrer für alle Implantatlängen einsetzen und verringert somit die Anzahl an benötigten Instrumenten innerhalb eines Systems.
2004, drei Jahre nach dem Verkauf der Paragon Implant Company an SulzerMedica (die später von Zimmer Dental erworben wurde), gründete Dr. Niznick das Unternehmen Implant Direct LLC und bezog, als der Mietvertrag für Zimmer Dental ausgelaufen war, erneut sein ehemaliges Werksgelände.
Implant Direct stellte 50 ehemals für Paragon und Zimmer tätige Mechaniker, Ingenieure sowie Mitarbeiter zur Qualitätssicherung ein. Als 2006 das Wettbewerbsverbot für Dr. Niznick endete, war die Anzahl der Mitarbeiter bereits auf 85 gestiegen, und das Unternehmen verfügte über 26 neue Maschinen, die rund um die Uhr in Betrieb waren.
Im Juli 2007 lag die Unternehmensgröße bei 115 Mitarbeitern, und Implant Direct hat mittlerweile eine weitere Niederlassung eröffnet, um Platz für die 16 Mitarbeiter im technischen Support und im Kundendienst zu schaffen und die vielen Anfragen von potenziellen Neukunden bearbeiten zu können.
Implant Direct verfügt über Niederlassungen in Kanada und Israel und errichtet derzeit Implant Direct EU in der Schweiz. Darüber hinaus baut das Unternehmen ein Netzwerk mit Handelspartnern in den asiatischen Ländern sowie in der Türkei, in Ägypten und in Südamerika auf.
Am 1. Oktober 2006 erhielt Implant Direct die Marktzulassung FDA510(k) für den Vertrieb des Spectra-Systems. Dieses System setzt sich aus acht Implantaten zusammen, von denen sieben über denselben Körper, jedoch über verschiedene anwendungsspezifische Plattformen verfügen und sich somit unter Verwendung desselben Instrumentensets einsetzen lassen (kompatibel mit den *Screw-Vent Bohrern von Zimmer Dental).
Das 8. Implantat des Spectra-Systems trägt den Namen RePlant und ist sowohl für chirurgische als auch für prothetische Eingriffe kompatibel mit dem Tapered Replace Implantat von Nobel Biocare. Zur Unternehmensstrategie von Implant Direct gehört die Lieferung von Komplettpaketen bei den meisten Implantatsystemen (Implantat, Abutment, Einheilkappe, Abdruckpfosten) sowie der Verkauf direkt ab Werk über das Internet zu Preisen, die zwischen 50 und 75 Prozent unter denen namhafter Implatathersteller liegen.
Implant Direct bietet Kunden einen 24/7-Service mit der Möglichkeit, online Bestellungen aufzugeben Informationen zu kompatiblen Produkten zu erhalten und computeranimierte Darstellungen anzusehen, die häufige Fragen zu Operationstechniken, Prothetik und Labor beantworten können.
Darüber hinaus bietet Implant Direct das branchenerste patientenspezifische Online-Programm mit schematischer Darstellung, das einem bei der Behandlungsplanung, bei der Bestellung, bei der Steuerung der Bestandsaufnahme sowie bei der teaminternen Kommunikation behilflich sein kann.
Am 15. August 2005 hieß es im Orthopedic News Report: "Dr. Niznicks webbasiertes Unternehmenskonzept ... lässt sich als Paradigmenwechsel der gesamten Branche deuten."
Haben wir Sie neugierig gemacht - dann nehmen Sie Kontakt auf.
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AgbZ günstige Zahnimplantate von Implant Direct

Letzte Aktualisierung dieser Seite am 07. September 2010 um 00:00:08 Uhr.
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